Welches sind die wichtigsten Ozon-Therapieverfahren?

Ultraviolettbestrahlung des Eigenblutes (UVB):

Die Ultraviolettbestrahlung des Blutes führt zur Verbesserung der Sauerstoffaufnahme und Ausnutzung, einem verbesserten Energiehaushalt der Zellen und zur Verbesserung der Durchblutung in allen Organen.

 

Anwendungsbereiche sind Durchblutungsstörungen der Beine, von Hirn, Augen, des Herzens, Stoffwechselerkrankungen, nachlassende Leistung, Abwehrschwäche als Ergänzung in der biologischen Krebsbehandlung.

 

Durchführung der Therapie und Wirkungsweise:

Aus einer Vene werden ca. 50 ml Blut entnommen, ungerinnbar gemacht und in einer speziellen Apparatur mit UV-Licht bestrahlt. Anschließend wird das Blut in die Vene zurück gespritzt. Zeitaufwand: ca. 5-8 Minuten.

 

Die Behandlung (anfangs meist 2 Behandlungen/Woche, später 1 Behandlung/Woche) führt zur Verbesserung der Durchblutung, zur Stärkung des Immunsystems und zu einer Steigerung des Wohlbefindens, des Konzentrations- und Denkvermögens.

Die UVB-Therapie ist eine natürliche biologische Methode mit bester Verträglichkeit. Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Die Methode kann auch während Schwangerschaft, Stillzeit bedenkenlos durchgeführt werden. Vorsicht ist geboten bei krankhafter Lichtempfindlichkeit der Haut und bei Schilddrüsenüberfunktion.

 

Hämatogene Oxidationstherapie nach Wehrli (HOT)

Ablauf praktisch identisch wie bei UVB.

 

Sauerstoffregenerationstherapie:

Die Sauerstoffregenerationstherapie beinhaltet eine Druckbeatmung bei gleichzeitiger Sauerstoffzufuhr. Dadurch werden die Lungenbläschen geöffnet und belüftet. Die Sauerstoffüberdruckbeatmung erfolgt mittels eines entsprechenden Inhalationsgerätes über 15 Minuten. Anschließend erfolgt eine normale Sauerstoff-Inhalation (mittels Brille, Maske oder Sonde) für 1-2 Stunden. Die Sauerstoffregenerationstherapie ist besonders angezeigt bei chronischen Lungenerkrankungen, bei Cor pulmonnale sowie Durchblutungsstörungen von Herz, Hirn und Beinen.

 

Sauerstoffinhalationstherapie:

Bei der Sauerstoffinhalationstherapie wird reiner Sauerstoff mittels Brille, Maske oder Sonde über einen Zeitraum von 2 Stunden inhaliert. Dies dient der Erhöhung des Sauerstoffangebotes in der Lunge und der Blutbahn, dadurch auch in Gewebe und Zellen. Die Inhalationstherapie wird besonders bei akuten und chronischen Sauerstoffmangelzuständen (z. B. Durchblutungsstörungen von Herz, Kopf, Beinen, chronischen Lungenfunktionsstörungen sowie vor und nach Operationen) angewandt.

 

Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie (v. Ardenne):

Bei dieser Therapie wird bei jeder Sitzung durch drei aufeinander folgende Schritte einem Sauerstoffdefizit entgegen gewirkt. Der erste Schritt ist die Einnahme von Pharmaka (z. B. Vit. B1), beim zweiten Schritt wird konzentrierter Sauerstoff eingeatmet, schließlich wird im dritten Schritt die Gewebedurchblutung durch körperliche Belastung (z. B. Radfahren) erhöht. Die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie ist zu empfehlen bei allen Formen von Sauerstoffmangelerkrankungen wie Durchblutungsstörungen von Herz, Kopf, Beinen, Stoffwechselstörungen (z. B. Diabetes), vor geplanten Operationen oder zur Leistungssteigerung im Sport. Die Therapie darf nicht angewendet werden bei erheblichen Herzrhythmusstörungen, Alzheimer, Anfallsleiden (Epilepsie oder Überfunktion der Schilddrüse).

 

Intracutane Ozon-Injektionen (in die Haut):

Hier wird eine lokale Reiztherapie durch Quaddeln mit Ozongas bewirkt. Vor allen Dingen angezeigt bei Arthrose, Hexenschuss, Ischiasreizung und/oder Muskelverhärtung.

 

Subcutane Ozon-Injektionen (unter die Haut):

Mildere Form der Reiztherapie mit Ozongas zur Förderung des Stoffwechsels.

Zu empfehlen vor allem bei lokalen Arthrosen großer Gelenke, Durchblutungsstörungen der Beine, Krampfadern und Wundheilungsstörungen.

 

Intramuskuläre Ozon-Injektionen (in den Muskel):

Aktiviert den Gesamtstoffwechsel und die Entgiftung über Leber und Niere. Verbessert die Energiebilanz und stärkt das Immunsystem. Zusätzlich angezeigt bei Begleitbehandlung und Nachsorge von Tumorpatienten.

 

Rectale Ozon-Insufflationen (= Einläufe in den Enddarm):

Diese Behandlung ist vor allem bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, aber auch Neurodermitis, Arthritis bzw. rheumatoide Arthritis, Asthma bronchiale, Fehlbesiedelung des Darms sowie chronischen Abwehrschwäche angezeigt.

 

Ozon-Unterdruck-Begasung:

Durch Unterdruck wird das zu behandelnde Gebiet verstärkt durchblutet und somit die lokalen Stoffwechselvorgänge angeregt.

Diese Therapie ist angezeigt bei offenen Beinen, schlecht heilenden Wunden, Geschwüren durch Strahlenschädigung, Aufliegen (Decubitus).

 

Ozonwasser:

Für Wundspülungen, bei Mundhöhlenentzündungen (z. B. Soor, Entzündung der Mundschleimhaut, des Zahnhalteapparates, Mandelentzündungen), für Scheidenspülungen.

 

Kleine Ozon-Eigenblut-Behandlung:

Kombination von Ozon- Sauerstoff in Verbindung mit einer kleinen Menge Eigenblut zur intramuskulären Einspritzung.

Diese Therapie wird angewandt bei wiederkehrenden Infekten (bakteriell oder viral), Allergien (Heuschnupfen, Asthma, Ekzeme), Abwehrschwächen, verzögerter Erholung nach Operationen, zur Nach- und Begleitbehandlung bei Krebs, bei Akne, Furunkulose und bei Abszessen.

 

Große Ozon-Eigenblut-Behandlung:

Kombination von Ozon-Sauerstoff in Verbindung mit einer größeren Menge Blut (50-100 ml) zur Rückführung in die Vene als Infusion.

Diese ist besonders zu empfehlen bei schweren chronischen Entzündungen (rheumatische Arthritis, Morbus Bechterew, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn), bei sich wiederholenden Bläschenentzündungen (Herpes simplex), chronischer Leberentzündung, bei Durchblutungsstörungen des Herzens, des Kopfes, der Beine und als Begleittherapie bei Krebserkrankungen